Perlen aus Mallorca

Perlen aus Mallorca

Spätestens wenn man durch Manacor fährt, fragt man sich, wo die Perlen aus Mallorca denn genau herkommen. Aus dem Meer? Gezüchtet auf Mallorca?

Mallorquinische Perlen sind berühmt für ihre Ähnlichkeit mit Naturperlen. So sehr, dass sie für das ungeschulte Auge sogar mit Meeresperlen verwechselt werden.

Diese Frage haben wir dir also schon mal beantwortet. Aber wieso dann „Mallorca Pearls“?

Eine natürliche Perle, die sich in einer Auster oder in einem Weichtier gebildet hat, ist sehr selten. Genau das macht sie dann sehr teuer. Teure Markenaccessoires führen immer zu einer Nachfrage nach billigeren Imitationen.

Der deutsche Erfinder Eduard Heusch wollte Perlen erschwinglich machen. Er erhielt das erste Patent zur Herstellung von Perlen und gründete die Firma Societé des perles de Indes E. Heusch & Co, heute bekannt als Majorica. Er verlegte seinen Firmensitz von Barcelona nach Mallorca, genauer gesagt nach Manacor und hat einen kleinen Kern aus Opalglas in eine perlmuttartige Flüssigkeit getaucht, die aus gemahlenen Fischschuppen oder anderen Partikeln von Meerestieren besteht. Dieser Schritt verleiht der Majorica Perle das Schillern, für das sie berühmt ist. Die Perlen werden immer wieder in diese Flüssigkeit getaucht, getrocknet und poliert. Dieser spezielle Beschichtungsprozess wird bis zu 40 Mal wiederholt, bis die Perle zum Schluss geschliffen und mit einem speziellen Lack überzogen wird.

Als das Patent für dieses Verfahren der Gründerfamilie 1948 auslief, wurden eine Vielzahl weiterer Perlenmanufakturen auf Mallorca eröffnet.

Die Mallorca-Perle ist also einfach nur eine Herkunftsbezeichnung und betrifft alle Perlenimitationen aus Mallorca.

Ein weiterer Hersteller von Perlen auf Mallorca ist Orquídea Pearls. Die mehr als 15.000 verschiedenen Modelle kann man in einem Showroom in Manacor ansehen. Orquídea Pearls meint, die Seele Mallorcas steckt in jeder ihrer Perlen, und jedes Schmuckstück wird von Hand gefertigt, wodurch ihm eine einzigartige Qualität und Schönheit verliehen wird.

In der Saison kommen täglich viele Touristen, um die weltberühmten Schmuckstücke zu bewundern und den Herstellern bei ihrer Handarbeit zuzuschauen.